Automatische Umschalter
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Mit automatischen Umschaltern können zwei oder mehr Telefone (legal) an einem Anschluss betrieben werden. Die prinzipielle Funktionsweise eines Umschalters für zwei Telefone kann wie folgt beschrieben werden: Ein ankommender Ruf wird auf beiden Apparaten signalisiert, d.h. es läuten beide Telefone. Das Gespräch kann an beiden Apparaten entgegengenommen werden, dabei erhält der Teilnehmer das Gespräch, der als erster den Hörer abhebt. Der andere Apparat ist dann abgeschaltet. Das Gespräch kann zum anderen Apparat weitergegeben werden, indem ein weiterer Teilnehmer dort den Hörer abnimmt und der zur Zeit gesprächsführende Teilnehmer dann seinen Hörer auflegt. Zum Aufbau einer Telefonverbindung sind beide Telefone wahlberechtigt. Während auf einem Apparat telefoniert wird, bekommt man auf dem anderen Apparat den Besetztton, wenn man den Hörer abhebt. Interne Gespräche, wie bei Telefonanlagen, sind bei einem automatischen Umschalter nicht möglich.
Eine ältere Methode zwei Telefone gleichzeitig zu betreiben bot früher die sog. AWADo. AWADo steht für Automatische Wechselschalter-Anschluß-Dose. Eine AWADo sieht äußerlich ähnlich aus wie eine normale TAE-F-Dose. Außer, dass auf der Rückseite der Dose AWADo draufsteht, erkennt man auch an einem Schaltersymbol in einem Kreis (siehe rechte Dose in Abbildung 4.5), dass es sich um einen Wechselschalter handelt. Spätestens jedoch wenn man eine AWADo aufschraubt bemerkt man den Unterschied zu einer normalen TAE-Dose, weil sie mit Elektronik vollgepackt ist.
Das Funktionsprinzip einer AWADo war eigentlich gut durchdacht. Störend war aber , dass zur Steuerung der AWADo das W-Signal benötigt wurde. Dies bedeutete zusätzliche Installationen und setzte voraus, dass man Telefone benutzt, die das W-Signal auch zur Verfügung gestellt haben. Heutige Umschalter kommen ohne die W-Ader aus. Sie heißen Automatische Mehrfachschalter (AMS). Automatische Mehrfachschalter gibt es in den unterschiedlichsten Ausführungen. Vorstellen will ich hier den AMS 1/2. Der Zusatz 1/2 bedeutet, dass man an einem Anschluss zwei Geräte betreiben kann. Auch im Fachhandel erhältlich ist z.B. ein AMS 1/4 für vier analoge Anschlüsse. Je nach Ausführung des Geräts sind damit auch interne Gespräche (wie bei einer Telefonanlage) möglich.
In Abbildung 5.43 wird ein AMS 1/2 als NFF-Ausführung gezeigt. Neben der gezeigten Plug&Play-Variante ist auch eine Klemmenverdrahtung möglich, auf die ich hier aber nicht näher eingehen möchte.
Abbildung 5.43: AMS 1/2 als NFF-Dose
Äußerlich entspricht dies dem Beispiel mit dem Funktelefon der in Abbildung 5.42 gezeigten Parallelschaltung. Hier erhält jedoch nur der Teilnehmer das Gespräch, der als erster den Hörer abnimmt. Das andere Telefon ist dann abgeschaltet. Es ist also die legale Variante z.B. für den Betrieb eines „normalen“ Telefons und eines Funktelefons an einer Dose bei einem Telefonanschluss.
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Mit Genehmigung von Dr.-Ing. Hubert Zitt und Pearson Education Deutschland GmbH.
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ISDN und DSL für PC und Telefon - ISBN 3-8272-6630-0

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