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Wer darf Telefondosen installieren?
Ich will hier keine Gesetze zitieren, an die sich sowieso die wenigsten halten. Eines ist klar: Vor dem PPA sollten nicht befugte Leute die Finger vom Telefonnetz lassen. Was ist aber nach dem PPA? Nun, drücken wir es einmal so aus: Firmen, die die Installation von TAE-Dosen und alles was damit zusammenhängt durchführen, müssen bei der Telekom keinen Bericht darüber ablegen. Anders ausgedrückt: Die Telekom geht davon aus, dass die Arbeiten ordnungsgemäß erledigt werden. Ohne jemandem etwas zu unterstellen ist es nun aber oft so, dass einige Monteure dieser Firmen die Telefontechnik in einem Crashkurs erlernt haben, also keine gelernten Fernmeldetechniker sind. Dies kann man nun aber doch so interpretieren, dass man kein gelernter Fernmeldetechniker sein muss, um Telefondosen zu installieren. Es reicht, wenn man über gewisse Fachkenntnisse verfügt.
Bringen wir es auf den Punkt: Wenn die Arbeiten ordnungsgemäß, also nach den Vorschriften der Telekom durchgeführt wurden, wird wahrscheinlich auch niemand nachfragen, wer die Installation vorgenommen hat. Dies gilt für die analoge Telefontechnik genauso wie für ISDN und DSL.
Wenn man die Installation der Telefonleitungen und -dosen selbst erweitert oder verändert, sollte man es richtig machen. Im Kapitel 5 werde ich darauf noch etwas näher eingehen. Da dieses Buch aber vorwiegend von ISDN und DSL handelt, bleiben einige Dinge der analogen Telefontechnik auf der Strecke. Sollten Sie Fragen zur analogen Telefontechnik haben, die in diesem Buch nicht beantwortet werden, schauen Sie doch mal auf meine Internetseiten.
a/b-Vertauschung
Zunächst sei gesagt, dass man beim Telefonieren nicht bemerkt, wenn eine a/b-Vertauschung vorliegt, d.h. die Funktionalität des Netzes wird nicht beeinflusst. Aus dem Abschnitt über den PPA geht hervor, dass eine Vertauschung von La und Lb vor dem PPA dazu führt, dass über den Prüfwiderstand immer ein geringer Strom fließt. Dieser Strom fließt dann 24 Stunden am Tag, egal ob man telefoniert oder nicht. Wenn dies bei einigen tausend Telefonkunden der Fall ist, entstehen hier evtl. erhebliche unnötige Kosten. Eine a/b-Vertauschung vor dem PPA sollte also tunlichst vermieden werden. Nebenbei bemerkt darf man vor dem PPA sowieso keine Änderungen am Telefonnetz selbst vornehmen.
Nach dem PPA ist eine Vertauschung von La und Lb normalerweise vollkommen unerheblich. Ich rate jedoch dazu, dass man beim Verlegen von Telefonleitungen darauf achten sollte, dass keine Vertauschung vorliegt.
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Mit Genehmigung von Dr.-Ing. Hubert Zitt und Pearson Education Deutschland GmbH.
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ISDN und DSL für PC und Telefon - ISBN 3-8272-6630-0
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