Stecker, Anschlussleitungen und Adapter
aus Xcome, der freien Wissensdatenbank
Home | Anschlussdosen | Stecker/Adapter | Endgeräte | TAE-Anlagen | Umschalter | Faxumschalter | Telefonanlagen
Bei der Telekom heißen die Verbindungen zwischen den Endgeräten und den Anschlussdosen eigentlich Anschlussschnüre. Diese Terminologie stammt noch aus einer Zeit, als es zum Handwerk eines Fernmeldetechnikers gehörte, diese Höreranschlussleitungen wie Schnüre zu flechten. Mir widerstrebt es, zu einer Leitung Schnur zu sagen. Eine Schnur dient z.B. zum Verpacken eines Pakets oder zum Drachen steigen lassen. Eine Leitung ist eine elektrische Verbindung und eine Anschlussleitung für ein Telefon hat zweifelsohne die primäre Funktion elektrischen Strom zu leiten. Prof. Dr. Alfons Blum (ich hörte bei ihm Elektronik an der Universität des Saarlandes) hat in einer Vorlesung bezüglich der Vergabe von Formelzeichen und Benennungen einmal folgende Bemerkung gemacht: „Man muss nur sagen was man macht, dann kann man machen was man will.“ Nun, dies lässt sich auf das Folgende gut anwenden, für mich sind es eben Anschlussleitungen und keine Schnüre und gesagt habe ich es hiermit auch!
Leider gibt es bei der analogen Telefontechnik keine einheitliche Belegung für die Stecker und keine feste Norm für die Anschlussleitungen, weder für die Telefone noch für die anderen Endgeräte. Bei deutschen Telefonen sind die Anschlussleitungen zwar identisch, diese Leitungen funktionieren jedoch nicht bei Importgeräten. Umgekehrt gilt das Gleiche. Noch unübersichtlicher wird die Sache bei den Nicht-Telefonen wie Faxgeräte oder Anrufbeantworter. Hier ist es am besten, wenn man eine zu diesem Gerät mitgelieferte Anschlussleitung besitzt. Bei Verwendung einer anderen Anschlussleitung funktioniert das Gerät eventuell nicht ordnungsgemäß. Schauen wir uns deshalb einmal einige unterschiedliche Stecker und Anschlussleitungen an.
TAE-Stecker
Wie schon erwähnt, passen die N-kodierten Stecker von Faxgeräten, Modems oder Anrufbeantwortern nicht in die für Telefone vorgesehenen Buchsen. F-kodierte Stecker von Telefonen passen nicht in N-kodierte Buchsen.
TAE-F-Stecker
In Abbildung 5.12 erkennt man die „Nase“ am Stecker, die bewirkt, dass man ihn nur in eine für ihn kodierte Buchse stecken kann.
Abbildung 5.12: TAE-F-Stecker
Die Nummern an den Kontakten geben an, mit welchen Anschlussklemmen der TAE-Dose die Kontakte beim Einstecken verbunden werden. Die Abkürzungen ws, br usw. bezeichnen die Farben der Isolierungen von den Adern der Anschlussleitung. Das Fehlen der Farbangaben an den Kontakten 5 und 6 lässt jetzt schon vermuten, dass diese Kontakte beim TAE-F-Stecker nicht belegt sind. In Tabelle 5.3 sind die Farbkodierungen bei Anschlussleitungen nochmals übersichtlich dargestellt.
TAE-N-Stecker
Der TAE-N-Stecker ist für Faxgeräte, Modems, Einheitenzähler, Anrufbeantworter usw. vorgesehen. Die sechs Angaben der Farben lassen vermuten, dass hier alle Kontakte belegt sein können.
Abbildung 5.13: TAE-N-Stecker
Die Farben der Adernisolierungen sind nicht bei allen Anschlussleitungen identisch. Häufig findet man jedoch die angegeben Farben vor.
Die in Abbildung 5.12 und Abbildung 5.13 rechts dargestellten Symbole werden in den folgenden Grafiken stets für die so kodierten Stecker verwendet.
Kontakt Signal Farbkürzel Farbe 1 La ws weiß 2 Lb br braun 3 W gn grün 4 E ge gelb 5 b2 gr grau 6 a2 rs rosa
Tabelle 5.3: Farbkodierungen bei TAE-Anschlussleitungen
Western-Stecker
Früher war die Anschlussleitung fest mit dem Endgerät verbunden. An heutigen deutschen Endgeräten und an Importgeräten befinden sich sog. Western-Anschlüsse. Sie werden auch Western-Modular-Anschlüsse genannt. Western ist eine US-amerikanische Norm für Telefonanschlüsse, die mittlerweile auch in Deutschland verwendet wird. Der offizielle Ausdruck von Telekom für einen solchen Western-Anschluss heißt Fernmelde-Klein-Steckverbindung, kurz FKS. (Dies ist kein Scherz!)
Anschlussleitungen von Endgeräten haben meistens auf der einen Seite einen TAE-Stecker und auf der anderen Seiten einen Western-Stecker. Bevor wir jetzt zu den Anschlussleitungen kommen, schauen wir uns zuerst die Western-Stecker (Western-Modular-Stecker) noch näher an.
Western-Stecker mit vier Kontakten
Die 7,65 mm breiten vierpoligen Western-Stecker werden ausschließlich für die Hörerleitung der Telefone verwendet und zwar an beiden Seiten der Leitung. Diese Stecker sind für die weiteren Betrachtungen in diesem Buch nicht von Interesse.
Abbildung 5.14: Western-Stecker mit 4 Kontakten
Western-Stecker mit sechs Kontakten (RJ-11-Stecker)
Bei Western-Steckern mit sechs Kontakten sind häufig nur vier Kontakte belegt, bei Importgeräten sind es in der Regel nur zwei Kontakte. Dennoch haben die Stecker jeweils die gleiche Größe, sind also, wie man sagt, kompatibel zueinander. Western-Stecker, bei denen nur zwei Kontakte belegt sind, müssen nicht näher betrachtet werden. Wenn nämlich nur zwei Kontakte belegt sind, können dies nur die Leitungen La und Lb sein. Und wie schon erwähnt können La und Lb an dieser Stelle vertauscht werden, ohne dabei die Funktionalität zu beeinflussen.
In den folgenden Grafiken sind die nicht belegten Kontakte grau dargestellt. Die Nummerierung der Kontakte wird aber stets beibehalten.
Abbildung 5.15: Western-Stecker mit sechs Kontakten, rechts sind nur vier Kontakte belegt
Die 9,65 mm breiten sechspoligen Western-Stecker sind diejenigen, die für die analogen Endgeräte verwendet werden. Western-Stecker mit vier belegten Kontakten werden für Telefone benutzt. Bei Faxgeräten, Anrufbeantworter usw. sind manchmal alle sechs Kontakte belegt. Warum dies so ist und manchmal auch so sein muss, geht aus den Erläuterungen der nächsten Seiten hervor. Zuvor möchte ich aber noch einen weiteren Western-Stecker vorstellen.
Western-Stecker mit acht Kontakten (RJ-45-Stecker)
Western-Stecker mit acht Kontakten werden bei ISDN-Anschlüssen und bei Computernetzwerken verwendet.
Abbildung 5.16: Western-Stecker mit 8 Kontakten
Die 11,68 mm breiten achtpoligen Western-Stecker kommen in der analogen Telefontechnik nicht vor. ISDN-Geräte können nicht an einem analogen Telefonanschluss betrieben werden. Ebenso wenig kann man analoge Telefone oder andere analogen Endgeräte direkt am ISDN-Anschluss betreiben. Aus diesem Grund gibt es auch keine Anschlussleitung an denen achtpolige Western-Stecker auf der einen Seite und sechspolige Western-Stecker oder TAE-Stecker auf der anderen Seite sind.
Western-Western-Anschlussleitungen
Anschlussleitungen, bei denen sich auf beiden Seiten ein Western-Stecker befindet, werden zum Beispiel bei Hörerleitungen von analogen und digitalen Telefonen benutzt. Hierbei handelt es sich auf beiden Seiten um vierpolige Western-Stecker. Diese Art von Leitungen ist hier nicht von Interesse.
Bei ISDN-Anschlussleitungen werden auf beiden Seiten achtpolige Western-Stecker (RJ-45-Stecker) verwendet. Hierzu mehr im Teil II des Buches.
Anschlussleitungen mit zwei sechspoligen Western-Steckern (RJ-11-Steckern) sind meist bei analogen Importgeräten dabei. Hier sind oft nur zwei Kontakte des Steckers belegt und zwar meistens die in der Mitte, also an den Klemmen 3 und 4. Zum Anschluss an eine TAE-Dose kann dann ein Adapter (siehe Abschnitt 5.2.5) verwendet werden. Es gibt zwar auch in Deutschland sechspolige Western-Anschlussdosen (Abbildung 5.17) zu kaufen, aber diese findet man relativ selten vor.
Abbildung 5.17: Western-Dose mit Vergrößerung der Anschlussbuchse
Da die Belegung der Western-Western-Anschlussleitungen meistens „geradeaus“ ist, also keine Vertauschung oder Umpolung vorliegt, brauchen wir uns dieses Leitung nicht näher anzusehen. Anmerkung: Bei der in Abbildung 5.17 dargestellten Dose handelt es sich nicht um eine UAE-Dose (RJ-45-Dose), die zum Anschluss von ISDN-Geräten verwendet wird. UAE-Dosen besitzen Anschlussbuchsen mit acht Kontakten.
TAE-Western-Anschlussleitungen
Anschlussleitung mit F-Kodierung
Anschlussleitung mit F-Kodierung Zum Telefonieren benötigt man La und Lb. Mindestens zwei Adern muss die Anschlussleitung eines Telefons also haben. Bei Importgeräten sind in der Regel auch nur zwei Adern vorhanden. Mit diesen Apparaten gibt es bei älteren Anlagen Probleme, z.B. beim Betreiben eines zusätzlichen Weckers, bei Verwendung einer AWADo oder bei der Amtsholung durch die Erdtaste bei Telefonanlagen. Da diese Technik aber ausstirbt, sind auch die neueren Apparate, die von der Telekom vertrieben werden, nicht mehr für die Signale W und E (siehe Tabelle 5.1) vorgesehen. Dennoch sind die F-kodierten Anschlussleitungen meistens vieradrig ausgelegt (Abbildung 5.18).
Abbildung 5.18: Belegung einer Anschlussleitungen für Telefone der Telekom
Die Adern La und Lb, liegen bei einem TAE-Stecker grundsätzlich auf den Kontakten 1 und 2. Bei einem deutschen Telefon liegen die Signale am Western-Stecker auf den Kontakten 5 und 2, also auf den beiden äußeren der belegten Kontakte. Weil eine Vertauschung von La und Lb an dieser Stelle keine Rolle spielt, kann es auch vorkommen, dass La beim Western-Stecker auf Kontakt 2 liegt und Lb entsprechend auf Kontakt 5.
Weiterhin gibt es eine Leitung für das W-Signal vom TAE-Kontakt 3 auf den Western-Kontakt 4. Das W-Signal wurde früher benötigt, wenn man einen zusätzlichen Wecker betrieben hat oder das Telefon an einer AWADo-Schaltung angeschlossen war.
Für das E-Signal, das früher bei Telefonanlagen zur Amtsholung benötigt wurde, gibt es eine Leitung vom TAE-Kontakt 4 auf den Kontakt 3 des Western-Steckers.
Bei Importtelefonen ist die Belegung des Western-Anschlusses am Telefon anders als in Deutschland. Es bleibt wohl Spekulation, dass dies bei der deutschen Normung der Western-Anschlüsse beabsichtigt war. Auf jeden Fall müssen La und Lb bei Geräten aus den USA oder Fernost an die mittleren Kontakte des Western-Steckers geführt werden. Die Belegung sieht meistens so, wie es in Abbildung 5.19 dargestellt ist.
Abbildung 5.19: Belegung einer Anschlussleitung für Importtelefone
In der Regel werden das W-Signal (Klemme 3 des TAE-Steckers) und das E-Signal (Klemme 4 des TAE-Steckers) von Importtelefonen gar nicht zur Verfügung gestellt. Die bei Importtelefonen mitgelieferte Anschlussleitung besitzt häufig auf beiden Seiten Western-Stecker, bei denen nur die mittleren beiden Kontakte belegt sind. Drei Möglichkeiten gibt es nun, um das Importtelefon an das deutsche Telefonnetz anzuschließen:
- Man kauft sich einen TAE-Western-Adapter für Importgeräte (siehe Abschnitt 5.2.5). Ein solcher Adapter besitzt auf der einen Seite einen TAE-F-Stecker und auf der anderen Seite eine Western-Buchse. Damit kann man die mitgelieferte Anschlussleitung mit den beiden Western-Steckern verwenden.
- Im Handel erhältlich sind auch TAE-Western-Anschlussleitungen für Importtelefone mit exakt der Anschlussbelegung, die in Abbildung 5.19 dargestellt ist. Die Anschlussbelegung sollte auf der Verpackung abgedruckt sein.
- Weiterhin im Handel erhältlich sind (sozusagen Bausätze für) TAE-Stecker zum Selbstbasteln einer Anschlussleitung. Hierzu benötigt man einen Lötkolben und etwas Geschick. Man benutzt die beim Importgerät mitgelieferte Leitung und lötet nach der Vorgabe von Abbildung 5.19 den TAE-Stecker an einer Seite der Leitung dran. Auf die Signale W und E kann bei heutiger Technologie verzichtet werden.
Egal für welche Methode man sich entscheidet, zu beachten ist lediglich, dass an dem Western-Stecker, der am Importtelefon angeschlossen wird, La und Lb auf den mittleren Kontakten liegen, also so, wie es in Abbildung 5.19 dargestellt ist. Die schon angesprochenen Probleme bei AWADo-Schaltungen, zusätzlichen Weckern oder Telefonanlagen kann man auch mit einer anderen Anschlussleitung nicht beheben, weil die Ursache hier beim Gerät liegt und nicht bei der Leitung.
Anschlussleitung mit N-Kodierung
N-kodierte Anschlussleitungen sind mindestens vieradrig, oft sind sie fünf- oder sechsadrig. Im Abschnitt 5.1.2 wurde schon angesprochen, dass La und Lb auf das Endgerät geleitet werden, sobald man einen TAE-Stecker in die Dose steckt. Dabei werden die Schalter in der Dose geöffnet, d.h. La und Lb werden nicht mehr von der Dose selbst zum nächsten Anschluss geführt. Konkret bedeutet dies, dass wenn man z.B. gleichzeitig einen Anrufbeantworter und ein Telefon an einer NF-Dose angeschlossen hat, das Telefon „tot“ sein müsste, weil La und Lb ja zum Anrufbeantworter geführt werden. (Mit tot ist hier gemeint, dass man keinen Wählon erhält, wenn man den Hörer abhebt.) Nun, glücklicherweise werden La und Lb durch den Anrufbeantworter durchgeschleift und über die Kontakte 5 und 6 des TAE-Steckers wieder zur Dose zurückgeführt. (Dies wird im Abschnitt 5.3.3 am Beispiel eines Faxgeräts nochmals näher beschrieben.) Aus dieser Überlegung geht hervor, warum N-kodierte Leitungen an den Klemmen 5 und 6 des TAE-Steckers belegt sind und F-kodierte Leitung nicht. „Nicht-Telefone“, wie Faxgeräte Anrufbeantworter, Modems usw. sind dem Telefon immer vorgeschaltet. Die Signale La und Lb müssen also bei „Nicht-Telefonen“ immer durch die Geräte durchgeschleift und zur TAE-Dose zurückgeführt werden, damit La und Lb für das nächste Gerät in der Reihe wieder zur Verfügung stehen. Für Telefone gilt dieses nicht. Nach einem Telefon darf und kann kein weiteres Gerät mehr betrieben werden. Der Grund dafür ist, dass man Gespräche dann abhören könnte.
Weiter oben wurde bereits erwähnt, dass es unterschiedliche Anschlussbelegungen bei „Nicht-Telefonen“ Geräte gibt. Schauen wir uns zunächst die Belegung einer Anschlussleitung an, wie es bei Modems einer deutschen Firma mitgeliefert wird (Abbildung 5.20).
Abbildung 5.20: N-kodierte Anschlussleitung für ein Modem einer deutschen Firma
Die Signale La und Lb werden zu den mittlerer Kontakten des Western-Steckers geführt. Von den Klemmen 2 und 5 des Western-Steckers geht es dann wieder zurück zu den Klemmen 6 und 5 des TAE-Steckers. Unter Umständen kann man diese Leitung auch für Anrufbeantworter oder Faxgeräte verwenden. Es gibt aber eben keine Garantie dafür, dass es funktioniert. Mein Faxgerät zum Beispiel würde mit dieser Leitung nicht funktionieren. Die Belegung der Anschlussleitung meines Faxgeräts ist in Abbildung 5.21 dargestellt.
Abbildung 5.21: N-kodierte Anschlussleitung für ein Faxgerät einer fernöstlichen Firma
Sicherlich gibt es noch ein paar andere Belegungen für Anschlussleitungen. Wie bereits erwähnt ist es hier am besten, wenn zu einem Gerät eine TAE-Anschlussleitung mitgeliefert wird. Wenn man zu einem bestimmten Gerät keine Anschlussleitung besitzt, heißt das Zauberwort Ausprobieren. Ausprobieren heißt hier nicht nur probieren, ob das Gerät selbst funktioniert, sondern auch, ob andere Geräte, die dahinter angeschlossen sind, noch funktionieren. Bei N-kodierten Geräten müssen La und Lb ja wieder auf die Kontakte 5 und 6 der TAE-Dose zurückgeführt werden.
Die in Abbildung 5.22 dargestellte Anschlussleitung ist zwar mal wieder nicht im Sinne des Erfinders, aber man ist damit von der Eingangsschaltung der „Nicht-Telefone“ weitgehend unabhängig.
Abbildung 5.22: N-kodierte Anschlussleitung für ein beliebiges Zusatzgerät
Ich bin kein Befürworter solcher Anschlussleitungen. Wenn man ein Faxgerät oder ein Modem mit einer solchen Leitung anschließt und während einer Datenübertragung den Hörer des Telefons abhebt, sind die Signale der Übertragung zu hören. Beim Abheben oder Auflegen des Hörers kann es dabei zu Übertragungsfehlern kommen. Warum sollte man während einer Faxübertragung den Hörer abheben, werden Sie jetzt vielleicht fragen. Es kann ja sein, dass jemand anderes, der von der Übertragung nichts weiß, weil er in einem anderen Raum ist, den Hörer abhebt, antworte ich darauf.
Universalanschlussleitung
Bei den Recherchen für dieses Buch habe ich auch einmal die Anschlussleitung meines alten Modems durchgemessen. Diese Anschlussleitung habe ich damals in einem Elektronikgeschäft gekauft, sie wurde also nicht beim Kauf des Modems mitgeliefert. Auf der Verpackung stand Universalanschlussleitung für alle (wahrscheinlich alle importierten) Endgeräte. Ein Vergleich mit der Belegung einer Anschlussleitung für Telefone von der Telekom zeigt, dass die Leitung dort nicht funktionieren kann. Bei meinem Faxgerät würde sie auch nicht funktionieren (siehe Abbildung 5.21). Nun, bei meinem Modem funktionierte sie und bei vielen anderen N-Geräten wird sie vermutlich ebenfalls ihren Dienst tun. Die Belegung ist in Abbildung 5.23 dargestellt.
Abbildung 5.23: Anschlussbelegung einer sog. Universalanschlussleitung
Bei näherem Hinsehen stellt man fest, dass der TAE-Stecker der Universalanschlussleitung keine „Nase“ hat, was bedeutet, dass er sowohl in N-kodierte, als auch in F-kodierte Buchsen von TAE-Dosen passt. Dies erklärt auch den Namen Universalanschlussleitung. Natürlich kann man sich mit einer gewöhnlichen Feile aus einem N-kodierten oder F-kodierten Stecker einen Universalstecker manchen, aber besser ist es sicherlich, wenn man die Kodierung beibehält. Mit anderen Worten: Es ist sinnvoller eine andere Dose einzubauen als zu feilen.
Wie bereits erwähnt, liegen La und Lb bei den meisten Importgeräten auf den mittleren Kontakten des Western-Steckers. Wenn sonst keine Signale benötigt werden, funktioniert dieses Leitung tatsächlich universell, also für Importtelefone und auch für Modems oder Faxgeräte. Wie es aussieht, wenn man nach einem Faxgerät (oder einem Modem) noch ein Telefon an die gleiche Leitung anschließt, hängt davon ab, ob das Faxgerät (bzw. das Modem) La und Lb wieder auf den Klemmen 2 und 5 des Western-Steckers zurückführt. Nur dann stehen nämlich La und Lb wieder an den Kontakten 5 und 6 der TAE-Dose für weitere Endgeräte zur Verfügung. Im Abschnitt 5.3.3 werde ich dies anhand der Eingangsschaltung von Faxgeräten nochmals anschaulich zeigen.
Der ursprünglich Zweck der Kodierung bei Telefonanschlüssen geht durch solche Universalanschlussleitungen und andere universelle Anschlusseinheiten natürlich immer mehr verloren. In diesem Zusammenhang: Ich habe auch schon TAE-NFN-Dosen gesehen, bei denen die beiden N-Buchsen sowohl die Nut für die N-Kodierung, als auch für die F-Kodierung hatten. Das bedeutet, dass man in die N-Buchsen die TAE-Stecker von allen denkbaren analogen Endgeräten einstecken kann.
Adapter und Verlängerungsleitungen
Adapter gibt es in allen möglichen Variationen. Es gibt sie zum Beispiel als
- TAE-Stecker mit Western-Buchse
- Western-Stecker mit TAE-Buchse
- TAE-F-Stecker mit TAE-NFN-Anschlussgruppe
- TAE-Stecker mit TAE-NFN-Anschlussgruppe und Western-Buchse
Statt einen Adapter von TAE-Stecker auf TAE-NFN zu verwenden, kann man auch die Dose austauschen, was vom Preis her kaum einen Unterschied macht.
Abbildung 5.24: TAE-Western-Adapter
Was im Zusammenhang mit Adaptern besprochen wurde, gibt es auch als Leitung. So gibt es zum Beispiel Leitungen mit Western-Stecker auf der einen Seite und TAE-Buchse auf der anderen Seite. Weiterhin bekommt man auch ganz gewöhnlich Verlängerungsleitungen, sprich TAE-Stecker auf der eine Seite und TAE-Buchse auf der anderen Seite. Für Telefone gibt es auch Kabeltrommeln, die denen für das Stromnetz gleichen, nur eben mit TAE-Stecker und TAE-Buchse statt Schukostecker und Steckdose.
Home | Anschlussdosen | Stecker/Adapter | Endgeräte | TAE-Anlagen | Umschalter | Faxumschalter | Telefonanlagen
Mit Genehmigung von Dr.-Ing. Hubert Zitt und Pearson Education Deutschland GmbH.
Copyright © by Markt+Technik Verlag, ein Imprint der Pearson Education Deutschland GmbH
ISDN und DSL für PC und Telefon - ISBN 3-8272-6630-0













